Standorte

Die Psychiatrische Klinik der LMU wurde 1904 unter Emil Kraepelin im Herzen der Stadt München eröffnet. Unter ihrem Dach verhalfen viele berühmte Forscher der Psychiatrie zu entscheidenden Fortschritten. Im Laufe der Jahre hat dies zu vielen neuen Therapien geführt, von denen unsere Patienten profitieren. Die Forschung ist auch heute noch ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Entsprechend behandelt Sie unser Team nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und entwickelt einen nach Ihren individuellen Bedürfnissen zugeschnittenen Therapieplan.

Spezifische Ziele der LMU
An den beteiligten Kliniken, Instituten und Abteilungen der LMU sollen die geplanten Projekte im Rahmen einer DZPG-übergreifenden PPI (Patient and Public Involvement)-Strategie beraten und weiterentwickelt werden. MUC 3 greift besondere Aspekte im Kindes- und Jugendalter auf und wird speziell der Aspekt der psychosozialen Betreuung von Kindern mit schweren somatischen Erkrankungen zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) bearbeiten. Zur gezielten Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen und von Wissenschaftler*innen mit bereits fortgeschrittener Karriere ist eine frühzeitige Beteiligung an der DZPG-Akademie geplant, die langfristig im DZPG als zentrale Ressource etabliert werden soll.

In unserem Behandlungsansatz verbinden wir moderne, evidenzbasierte medikamentöse und psychotherapeutische Verfahren mit einer die Autonomie und Persönlichkeit unserer Patient*innen wertschätzenden Haltung. Patient*innen erhalten sowohl in akuten Not- und Krisensituationen Unterstützung auf unseren Stationen, als auch Begleitung im Rahmen einer langfristigen Therapie durch unsere spezialisierten Ambulanzen.

Gerade auf einem so komplexen Gebiet wie der Psychiatrie und Psychotherapie, spielt auch die Forschung eine wichtige Rolle. Die Mitarbeiter der Klinik führen daher zahlreiche wissenschaftliche Studien durch, die dem besseren Verständnis psychischer Erkrankungen dienen und die Behandlung der Patienten verbessern können.

Spezifische Ziele der TUM
Es besteht an der TUM eine langjährige und einzigartige Tradition des Trialogs und der Anti-Stigma Aktion. Unter Beteiligung lokaler und DZPG-übergreifender PPI widmet sich ein interdisziplinäres Team der zukunftsweisenden Etablierung evidenzbasierter Psychiatrie und Psychotherapie im Alltag. Die ausgewiesene Expertise in Neuroimmunologie und Stammzell-/Organoidforschung wird zur Entwicklung neuer Modellsysteme und bildgebender Verfahren im DZPG beitragen, die für Prävention, Therapie und Recovery psychischer Erkrankungen, gerade an den Schnittstellen zu Kinder-, Jugend- und Altersmedizin, wichtig sind. Die Integration und Analyse multimodaler Daten wird in einem weltweit führenden Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit (ZDMG) erfolgen. Ethische und soziale Implikationen aller Forschungsaktivitäten und des Einsatzes künstlicher Intelligenz werden für das DZPG mit einem „embedded ethics“ Ansatz berücksichtigt.

Das Ziel des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie ist es, durch eine einzigartig enge Verbindung von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Patientenversorgung neue Erkenntnisse über die Ursachen von psychiatrischen Erkrankungen zu gewinnen und in neue diagnostische Möglichkeiten und Behandlungs- sowie Präventionsansätze umzuwandeln. Stress- und Trauma bedingte Erkrankungen wie Depression und Angsterkrankungen bilden den Schwerpunkt unserer Forschung und unserer klinischen Behandlungsangebote.

Spezifische Ziele des MPIP

Pränataler Stress im Mutterleib sowie widrige Lebensumstände oder traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit können sich über den „Umweg“ der Epigenetik auf die Gene auswirken. Epigenetische Mechanismen bewirken, dass Gene anders abgelesen werden als davor. Sie spielen zusammen mit Gen-Varianten eine entscheidende Rolle in der Regulation unserer Gene. Ziel der DZPG-Forschenden am Max-Planck-Institut für Psychiatrie ist, Faktoren auf molekularer und zellulärer Ebene nachzuweisen, die die Reaktion auf solche Stresssituationen beeinflussen, auch im Rahmen von Gen-Umwelt-Interaktionen.

Frühkindliche und vermutlich auch pränatale Traumata erhöhen das Risiko, im Erwachsenenalter eine psychiatrische Erkrankung zu entwickeln. Die Veränderung der epigenetischen Struktur, die durch solchen Stress im Zusammenspiel mit Genvarianten hervorgerufen werden kann, könnte ein Mediator für diese späteren Erkrankungen sein. Im Rahmen des DZPG fokussieren sich die MPI-WissenschaftlerInnen deshalb darauf, die Mechanismen, die sich auf das Erkrankungsrisko auswirken, besser zu verstehen, um daraus neue Ansätze für Behandlungsmethoden abzuleiten.

Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Augsburg, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg, ist Teil der Universitätsmedizin in Augsburg und mit seinen ca. 600 Beschäftigten größtes psychiatrisches Versorgungszentrum in Schwaben. An das BKH angegliedert ist die Berufsfachschule für Logopädie, die einzige in Schwaben. Wir verfügen über die zweitgrößte Institutsambulanz Bayerns und behandeln auf 14 Stationen und fünf spezialisierten Ambulanzen Menschen mit psychischen Erkrankungen jeglicher Art: ambulant, teilstationär und stationär.

Spezifische Ziele der UniA
Die beteiligte Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg wird mit internen Kooperationspartnern (z.B. Allgemeinmedizin, Epidemiologie, Medizinische Psychologie), v.a. den Fokus auf evidenzbasierte Psychiatrie und Psychotherapie, Neuromodulation und die Schaffung von Rekrutierungsplattformen legen. Die Universität Augsburg wird an den von der LMU koordinierten Strukturen für PPI und Nachwuchsförderung und an der harmonisierten Datenerhebung und Datenintegration teilnehmen. Die DZPG-Mitarbeitende fokussieren auf den Beginn und das Ende der Behandlung (Evidenzbasierte Psychiatrie und Psychotherapie), sowie auch die Reduktion von Stigma und sozialem Ausschluss. Ein anderes Projekt widmet sich der Neuromodulation und hat durch die frühe Intervention in jungen Kohorten eine enge Bindung zum Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ).

Wir entwickeln Lösungen für eine gesündere Zukunft. Unsere Spitzenforschung bildet die Grundlage für medizinische Innovationen. Gemeinsam mit unseren Partnern beschleunigen wir den Transfer unserer Forschung, damit neue Ideen aus den Laboren noch schneller in der Gesellschaft ankommen.

Spezifische Ziele des HMGU
Durch die Expertisen der beteiligten WissenschaftlernInnen unterstützt das HMGU das DZPG in den Projekten MUC 3 und MUC 5 und ist an den Infrastrukturprojekten „Modellsysteme“ und „Data und Knowledge Management“ wesentlich beteiligt. In MUC 3 und MUC 5 werden anhand von existierenden longitudinalen Daten von Patienten prädiktive Modelle zur Einschätzung des Erkrankungsrisikos bereits für das Kindes- und Jugendalter erarbeitet. Im Bereich der Modellsysteme werden die Wissenschaftler*innen für verschiedenste Projekte neuartige humanisierte Mausmodelle auf der Grundlage von Reverse-Translation-Ansätzen entwickeln und bereitstellen. Insgesamt wird das HMGU mit seinen Experten zur Harmonisierung der Techniken und zur Etablierung eines Qualitätssicherungskonzeptes innerhalb des DZPGs beitragen und gemeinsam mit den weitern WissenschaftlerInnen des Standorts MUC-AUX und anderen DZPG-Standorten respektive gemeinsame Standards entwickeln.